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  • Retrospektive PokerNews Cup Austria 2008

    Μάρτιος 17, 2009

    Immer dann, wenn ein großes Ereignis vor der Türe steht, erinnert man sich auch gerne an vergangene Erlebnisse. So geschehen im vergangenen Jahr, als ich mich auf den Weg nach Salzburg machte, um den 2. PokerNews Cup mitzuerleben. Gerne hätte ich meinen Erfolg vom Jahr 2007 wiederholt, jedoch war es mir trotz mehrfachen Final Tables nicht vergönnt, abermals ein Ticket zu gewinnen. Aufgrund geschäftlicher Ambitionen, fiel es mir aber wesentlich leichter, dieses mal die Kosten selbst zu tragen.

    Also aufgemacht zum Flughafen und wie immer beim PokerNews Cup hieß es wieder einmal sehr früh aufstehen. Am Flughafen noch schnell einen Kaffee zum Wachwerden und auf gings Richtung Salzburg.
    Dort erwartete mich zunächst einmal ein unfreundliches Regenwetter und es war alles andere als ein Einladungswetter in der Mozartstadt. Meine erste Freundschaft schloß ich aber dann bereits am Taxistand, denn eine noble dunkle Mercedeskarosse als nächstes Taxi vorgefahren, war scheinbar für mich bestimmt und sollte fortan mein Stammfahrer für die nächsten Tage werden.

    Um keine zu großen Wege zum Casino zu haben, hatte ich mich entschlossen in eines der bekannteren Hotels einzuchecken, wobei ich nicht wußte, dass der gesamte PokerNews-Staff und auch einige Freerollgewinner im gegenüberliegen CD Hotel wohnen sollten. Schade eigentlich. Happy

    Am Hotel erwartete mich dann jedoch das erste kulturelle Schockerlebnis. Geschätzte 100 Chinesen tummelten sich vor dem Hotel und liefen und schrien wie ein Hühnerhaufen vor dem Eingang herum. Na das kann ja lustig werden, dachte ich mir. An der Rezpetion dann wie immer das nächste Problem, mein Zimmer muß noch gereinigt werden. Na gut dachte ich, gehst Du erstmal frühstücken, wird ja wohl noch was da sein um diese Uhrzeit. Denkste, kein Personal, keine frischen Sachen aufgetischt und erst einmal auf Personal gewartet. Ungewöhnlich, da ich diese Kette eigentlich als sehr gut kennengelernt habe. Irgendwann deckte man neu ein und alles war gut, außer das Gefühl, dass ich der einzigste Hotelgast sei. Meine Befürchtungen sollten aber war werden, es war ein nahezu ausnahmslos von Chinesen belagertes Hotel, die man nie sah, weil sie auch einen eigenen Saal zum Essen zugeteilt bekamen. Auf Nachfrage sagte eine Bedienste im Vertrauen, dass unsere asiatischen Freunde etwas seltsame Tischmarnieren hätten und man diese keinem anderen Gast zumuten möchte!?!

    Da die Zimmerreinigung aber scheinbar nie fertig werden wollte entschloß ich mich, zunächst einmal das CCC Salzburg aufzusuchen, denn ganz sicher sind ja schon ein paar PokerNews'ler dort.
    Also rief ich mein Taxi an, der mich dann die gut 1,5km fahren sollte. Nicht dass Ihr meint ich wäre versnobt, nein, es war wie aus Eimern am gießen. Wink

    Wir fahren also los und glücklicherweise konnte ich dem Fahrer klar machen, dass ich nicht ins Schloss zum Casino wollte, sondern ins CCC Salzburg. Das kannte er aber nun garnicht, aber Straßennamen helfen gewöhnlich weiter. Wir in der Fürbergstraße angekommen guckte ein sichtlich irritierter Taxifahrer um sich, aber ein Casino wollte und konnte er nicht finden. Gefühlte zehn Minuten fahren wir die Straße rauf und runter, kein Schild, kein Garnix vom Casino zu sehen oder zu lesen. Auch Passanten wußten nichts über ein Casino, seltsam. Bin ich überhaupt in der richtigen Stadt ? Dann die Idee, mal hinter den Häusern herzufahren, aber da sah es auch nicht so einladend aus und ein Casino wollte ich dort auch nicht vermuten. Wieder jemanden gefragt und dieser Herr konnte uns helfen, denn wenige Meter entfernt war das Casino. Die Erklärung sollte nicht lange auf sich warten lassen, wieso der Taxifahrer dieses Casino nicht kannte. Wer sich unter einem Casino wohl immer ein etwas mondäneres und optisch einladendes Gebäude vorstellt, sollte besser nicht zu diesem CCC Salzburg fahren, da es sich vorher um die Räumlichkeit eines Supermarktes handelte. Wink

    Als ich das Casino betrat war ich doch ein wenig entäuscht, aber schlussendlich handelte es sich um einen Cardroom und nicht um ein gewöhnliches Casino wie man es kennt. Kaum die Türe durch, holte ich mir auch den ersten Rüffel ab. Ein muskulöser Herr, vermutlich in Äquatornähe geboren, machte mir unmissverständlich klar, dass ich gefälligst nicht einfach an ihm vorbeigehen kann und meinen Ausweis vorzeigen sollte. Gesagt, getan und nun schaute ich mich um. Ein paar Cashgametische waren belegt, genauer gesagt zwei. Dresscode gab es wohl keinen wie ich sah und ein mir sehr unangehm und wohl angetrunkener Stammspieler rief alle fünf Minuten " Floooooor".
    Hmmm, hier soll also dieses Event steigen. Naja, vielleicht war ich noch nicht weit genug herumgekommen und nicht überall kann Crown-Pokerroom dranstehen.
    Ein bekanntes Gesicht sah ich auch nicht, aber 11:30 Uhr, da sollte doch bald mal jemand vorbeikommen. So saß ich dort und wartete doch gut 3,5 Std. bis ich vertraute Gesichter sah, es waren Andrew und Tricia, die nun die Freerollgewinner betreuen durften. Zwischendurch durfte ich auch das Forum-Urgestein Lefti kennenlernen. Am Nachmittag machte ich mich erst einmal auf, um mein Hotelzimmer zu beziehen, was mir auch direkt gelang. Abends sollte dann die Welcome-Party steigen, als ich aber im Casino ankam, war keiner mehr da. Naja, also ein bißchen Cashgame spielen, denn wo die Party stattfand wußte ich leider nicht. Glücklicherweise kam mein holländischer Freund Jeroen aka Thorium mit seinen Kumpels vorbei und fragte ob ich mitkäme, was ich gerne tat. Unweit des Casinos, in einer netten Location, erwarte mich eine große Schar von Menschen und einige Gesichter die ich auch kannte. Hierbei lernte ich auch erstmals Christian aka Cert2408 und Michael aka Xgambler83 kennen, mit denen ich zwei Tage später noch Salzburg erkundete. Auch Luke aka Resteal war wieder dabei und wir beide waren die letzten und verließen nach einigen Bierchen das Lokal und machten uns auf den Weg zu unseren Hotels.

    Am nächsten Tag fand dann das Main-Event statt und Tag 1a war deutlich geringer besetzt als Tag 1b, wo alle Onlinequalifikanten spielen sollten. Ich denke ohne Übertreibung kann ich sagen, dass mein Tisch einer der, wenn nicht der am stärksten besetzt gewesene Tisch, war. Links neben mir der spätere Sieger Erich Kollmann und gegenüber der PokerStars SuperNova Elite Spieler Konstantin Bücherl und ansonsten nur lokale Größen. Am Ende waren von diesem Tisch 7-8 Spieler im Geld gelandet, nur ich leider nicht, aber dazu später mehr.

    Bereits im ersten Level sah es ziemlich düster aus, als ich Fullhouse 10 mit K gegen Fullhaus K mit 10 von Erich Kollmann meinen halben Stack verlor. Als mein Stack wieder auf etwas mehr als Ausgangsröße angewachsen war,bekam ich Asse und konnte gegen KK verdoppeln und am Ende des Tages war ich deutlich über Average für Tag 2 qualifiziert.

    Tag 1b startete dann mit nahezu doppelt sovielen Spieler als tagszuvor. Entspand verfolgte ich dann das Treiben an den Tischen und gönnte mir das ein oder andere Bier. Ende des Tages kam es dann zu einem doch nachhaltigen Erlebnis des gesamten Events, als ich Christian am Tisch aufsuchte und der ganz entäuscht seinen kleinen Chipstack von ca. 3k vorzeigte. Es waren nicht mehr länger als gut 30 Minuten bis zum Ende Tag 1 und er wollte seine Restchips noch loswerden. Ich sagte ihm, er soll keine Dummheiten machen, denn "a chip and a chair" hat immer Bedeutung. Nein er wollte jetzt alles reinstellen, denn mit 3K in Tag 2 zu starten sehe er nicht ein, außerdem will er direkt nach Hause und kein Hotel mehr bezahlen. Einige freundschaftlich gemeinte Drohungen meinerseits haben ihn wohl so eingeschüchtert, dass er seinen Chipstack unangetastet mit in Tag 2 nahm.;-) Tagsdrauf ging also gemeinsam weiter. Den Vormittag nutzen wir, d.h. Christian, Michael, Carlos und Ich, um ein wenig Salzburg zu erkunden und etwas Essen zu gehen.

    Am Nachmittag ging es dann im Casino weiter und die Tische wurden neu ausgelost. Mit Hendrik Gwinner saß der Finalist des wenige Tage zuvor gespielten EPT Grand Final Monte Carlo neben mir und hatte etwa doppelt soviele Chips. Ansonsten fühlte ich mich recht wohl und es sollte gut weiterlaufen, bis ich plötzlich völlig kartentot war und die Blinds und Antes mich "auffraßen".
    :-( Zwischenzeitlich war auch aus der Heimat mein Pokerfreund David im Casino angekommen, der erst später anreisen konnte, um die Sideevents in Angriff zu nehmen. Lange brauchte er mir aber nicht mehr die Daumen zu drücken, denn als ich Cut Off Pocket 8 sah, schob ich meinen Reststack in die Mitte und hoffte wenigstens die Blinds einzusammeln. Pech nur, dass der supertighte BigBlind Pocket J hielt und nach fünfminütiger Überlegung doch callte und ich war raus. Entäuscht den Sitz verlassen fiel mir ein, dass Christian noch garnicht da war und ich mitbekam, dass er noch im Turnier weilt. Am Abend zuvor bat er mich ihm Tipps zu geben, wie er denn am besten verfahren sollte und wir führten ein längeres Gespräch miteinander und machten einen Schlachtplan. Was soll ich sagen, er hatte es wahrhaftig geschafft seinen Stack auszubauen. Mit ca. 70-80k und leicht schmunzelnd auf seinem Platz sitzend traf ich ihn an und freute mich, dass er ganz nah am Preisgeld war. Als der Bubble gefallen war, hatte er wohl mehr erreicht, als er es vermuten wollte und konnte. Egal, weiterkämpfen war angesagt und am Ende eines langen Tag 2 war die Sensation perfekt, Christian hatte den Final Table erreicht. Einfach nur geil !

    Das parallel stattfindene Sideevent lief dann auch nicht so nach Plan, trotz hartnäckiger Gegenwehr konnte ich mein Shortstackdasein nicht bis ins Geld retten, und war auch dort zu früh gebusted.

    Am Schlusstag wartete dann noch ein Sideevent auf uns, jedoch stand dieses im Schatten von Christian's Final Table. Kurz nach dem Aufstehen packte ich langsam meinen Koffer und genoß noch ein wenig die Vormittagssonne vom Hotelzimmer aus. Plötzlich klingelte das Telefon und Christian war am anderen Ende der Leitung. Na was er wohl wollte, natürlich noch eine Coachingstunde vor dem Finale. ;-) Im Hotel angekommen, gab ich ihm noch einmal meine persönliche Empfehlung für den Final Table. In jedem Fall raushalten, bevor der andere Shortstack nicht vom Tisch ist, denn dadurch ist das Preisgeld noch einmal deutlich zu steigern. Ansonsten keinen All-in unter A-Q
    bzw. JJ., solange die Blinds nicht zu bedrohlich werden. Gesagt getan, der Shortstack war raus und Christian hatte sein Preisgeld schon erhöht. Da ich parallel das Sideevent begann zu spielen, konnte ich auch nicht mehr an seiner Seite stehen und sein Spiel mit strengen Blick verfolgen.*lol* Was passieren mußte passierte, denn plötzlich hörte ich ein Raunen und einen Beifall und "mein" Christian stand auf und verließ den Final Table. Was war passiert? Christian kam und bevor ich meine vermutung äußern konnte, rief er mir schon entgegen: " Ja Ja Ja, ich weiß, ich bin ein Idiot, nicht mit A J pushen." Nach einem Moment der Entäuschung lachten wir beide aber herzhaft und freuten uns riesig über seinen großartigen Erfolg. €5260 waren der verdiente Lohn für eine Superleistung. Kurz nach dem Ausscheiden machte er sich auch schon auf den Heimweg, den ihn lange Autobahnkilometer bis ins Westfalenland kostete.

    Kurz vor Mitternach verließen David ich das Casino, um im Hotel noch eine Abschiedsbierchen zu trinken. Gegen Mitternacht rief ich Christian nochmal an und der war gerade zuhause vorgefahren, wo man den neuen Pokerstar freudig begrüßte. Happy

    Am nächsten Vormittag machten wir uns dann auf zum Flughafen, um die Heimreise anzutreten.

    Nun steht in Kürze der nächste PokerNews Cup Alpine an. Eigentlich war alles schon gebucht und die bisherigen Freerolls ohne Erfolg geblieben. Gestern abend schlug aber meine Stunde und nachdem es letztes Jahr nur zum 2. Platz und dem Bubble für ein erneutes Ticket zum PokerNews Cup Australia reichte, durfte ich mich über ein USD 6200 Package auf TonyG Poker freuen, welches ich via Freeroll gewann. Der Pokergott hat mich scheinbar wieder lieb !Wink

    Mit Carlos, Michael und mir haben wir fast wieder unsere "Touristentruppe" vom letzten Jahr zusammen. Leider hat es Christian diesmal nicht geschafft, vielleicht auch deswegen, weil er die letzten Tage keine Gelegenheitheit besaß, die großartigen Freerolls zu spielen. Wie ich traurigerweise erfahren mußte, ist vergangene Woche sein Vater verstorben. Hierzu nochmals lieber Christian, mein und ich denke von allen PokerNews'lern unser tiefstes Mitgefühl und Beileid. Wenn alles überstanden ist greifst Du wieder an und aufgehoben ist nicht aufgeschoben ! CU in Australia ;-)

    190 Προβολές, 7 Σχόλια Δήλωση σχολίου
  • Retrospektive PokerNews Cup 2007

    Μάιος 05, 2008

    Gut ein halbes Jahr ist es nun her, dass ich das unvergleichbare Erlebnis genießen und Downunder am PokerNews Cup 2007 teilnehmen durfte. Über meinen Trouble Trip durftet Ihr bereits im vergangenen Jahr schmunzeln.  Cha cha cha Nachdem unser Communityfreund Carlos ausführlich im fünfteiligen Bericht über die Australienreise berichtet hat, dachte ich es wäre unnötig noch mehr zu schreiben. Doch gerade im Hinblick auf den im Oktober 2008 erneut stattfindenden PokerNews Cup, möchte ich meine eigenen Eindrücke doch noch auf's Papier bringen.

    Nach unserer doch sehr langen Anreise und kurzen Nacht, im zum Casino nahegelegenen Hotel Batman Hill on Collins, machte ich mich mit Carlos auf zum PokerNews-Office. Dort empfingen uns mit Tricia, Cory-Ann und Andrew unsere wichtigsten Ansprechpartner für die nächsten Tage. Nach Entgegennahme unserer individuellen Sponsorenkleidung führte uns der Weg direkt durch eine Art Fußgängerröhre Richtung Crown Casino.
    Vorbei an großen Werbeschildern POKERNEWS CUP Australia und SPRING RACING Carnival, beschallt mit einer ganz speziellen Werbemusik des Casinos ( http://www.crowncasino.com.au/ ), war es wahrlich ein unbeschreiblich elektrisierendes Gefühl, als man immer näher auf die Rolltreppe zukam, um dann ein immer lauter werdendes Klingel-Klimper-Jubel-und andere Glücksgeräusche wahrzunehmen. Da stand ich nun, die Rolltreppe fuhr mich hinunter in diese Höhle des Lasters und großen Geldes Smile{A-Spades}{A-Hearts}{A-Diamonds}{A-Clubs}Smile und ich nun mittendrin und konnte das Ganze noch nicht richtig realisieren. Da auch noch nie in Las Vegas, war das schon ein
    irrer Einstand und was sollte diesen Moment noch toppen. Nach unserer Casinoregistrierung und netter Einführung durch eine Servicekraft, nahmen wir den ganzen Komplex in Augenschein. Vorbei an unzähligen Automatenspielen, einem riesigen Buchmacherbereich für Pferde-und Hunderennen, Bars, Pubs und Restaurants jeder Art, fuhren wir dann zwei Stockwerke hinunter in den Pokerroom. Begrüßt wurde man an jeder Ecke von Sicherheitspersonal, was ich durchaus positiv empfand. Da standen wir nun, dies war also das Herz des Casinos, welches Events wie die Aussie Millions und anderer großer Events beheimatet. WOW ! Im vorderen Bereich kann man an elektronischen Pokertischen Cashgame spielen, was wir die nächsten Tage und Nächte auch taten.
    Trotz der Mittagszeit war ein reges Treiben im Pokerroom und es wurde gezockt wo man nur hinschaute.
    Was natürlich niemand wissen konnte war, dass der Pokerroom für die nächsten Tage unsere "gute Stube"werden sollte. Cheers Geschätzte 50 Pokertische befinden sich dort und angeblich lässt sich das Ganze sogar auf 60 auffüllen. Eine große offene Bar, ca. ein Meter höher gebaut zum Pokerroom, läßt supernah miterleben, was so an den Pokertischen passiert. So konnten wir auch noch hautnah miterleben, als die letzten drei Spieler das 230$ Pot Limit Omaha/R ausspielten und dies letztendlich Tino Lechich im Heads Up gegen Karlos Farah für sich entschied.

    Nach diesem ersten Kulturschock  Smile brachten wir erstmal unsere Klamotten zurück ins Hotel, um später zu unserem ersten Event, einem 230$ NL Holdem, zurückzukehren. 528 Spieler waren angetreten und ich spielte das ganze Turnier quasi Wandernomade. Geschlagene achtmal wurde ich umgesetzt und hatte nie die Gelegenheit wirklich mal die Spieler groß abzuchecken. Einen Vorteil hatte das Ganze ja, ich hatte eine Menge Leute kennengelernt und jeder wollte wissen woher ich komme und wie man so etwas gewinnen konnte. Nach über zwei Jahrzehnten ohne Englischunterricht auch eine nette Feuertaufe.  Smile Nun ja, es ging auf die letzten Hundert im Turnier verbliebenen Spieler zu und 60 sollten ins Geld kommen. Mit {J-Hearts}{J-Spades} und XXX im Flop ging ich All in und wurde von {A-Hearts}{Q-Spades} gecallt. Turn {Q-Diamonds} River X und ich konnte ein Bierchen trinken gehen. Schade, hätte anschließend wirklich für ein Preisgeld reichen können. Für's erstemal doch gar nicht so übel dachte ich mir.
    Schnell hatte man auch Kontakt zu anderen Freerollgewinnern und Onlinequalifikanten und langsam fand sich ein richtig toller Haufen zusammen, angereist aus allen Ecken dieser Welt. Das Schöne ist, dass diese Kontakte bis heute halten und es schon ein tolles Gefühl ist, Freundschaften in der gesamten Welt zu haben.

    Am Folgetag stand dann der Umzug in Crown Hotel an, da Carlos und Ich zwei Nächte im vorab genannten Hotel eincheckten, um anschließend bis zur Abreise unseren Gewinn abzuwohnen. Ein tolles Hotel ( http://www. crownpromenade.com.au/ ) und mit allen Vorzügen, die man so zum Wohlfühlen benötigt. Thumb Up Ein für mich besonderes Highlight war natürlich, dass ich hier quasi ein TV-Paradies vorfand, da 24 Std. Pferderennen übertragen wurden. Während dem Aufenthalt findet das Rennspektakel schlechthin in Australien statt, nämlich das Spring Racing Carnival ( für Insider: Cox Plate, Melbourne Cup, usw.! ) Leider konnte ich keine Gelegenheit finden, einmal live auf der Rennbahn zu sein. Dafür bekam ich zuhause von meinen Galoppsportfreunden nur ein mitleidiges Kopfschütteln entgegengebracht. Awww Naja, man kann nunmal nicht alles haben ! Am Abend stand dann das 550$ NL Holdem / R an und 240 Spieler waren angetreten. Kurzum, das ganze Turnier liefs eher schleppend und so richtig kam ich nicht in Fahrt. Leider versäumte ich mir genug Bargeld für ein mögliches Rebuy / Add on einzustecken und somit versuchte ich es nur mit dem Ausgangsstack.
    So in etwa um Platz 120 versuchte ich einen dummen Move und wurde in dieser Hand noch aus dem Turnier befördert. Busto ! Trotzdem gings wie immer weiter in einem der unzähligen Bars, Pubs bzw. am elektronischen Pokertisch, wo sich abends eine regelrechte PokerNews-Freeroll-Winner-Sess ion abspielte. Schön war auch, dass im vorab genannten Sidevent, einer unserer holländischen Freunde cashen konnte und nach einem Deal 25000$ reicher war. Sieger war im Übrigen kein geringerer, als der Chiefeditor von PokerNews John Caldwell.

    Der nächste Tag war dann spielfrei, da niemand am HORSE-Event teilnahm und unser Ausflug stattfand.
    Mit dem Bus wurden wir in rund 40 Minuten zum Sanctuary-Park chauffiert. Dies ist ein Wildtier-Park für bedrohte Tiere. Ältere ehrenamtliche Guides nehmen sich willkürlich den ankommenden Gästen an und führen diese mit entsprechenden Information versehen durch das Gelände. Ich kann Euch versichern, ein Koala sieht in Natura noch süßer aus, als im TV. ( Eindrücke auch unter: http://www.ingrids-welt.de/reise/aus/htm/mrhs.htm )
    Leider war es an diesem Tag etwas regnerisch und kühl, so dass man doch eher froh war, wieder schnell im Bus zu sein. Im Anschluß fuhren zu einer Vinery, wo eine Weinpräsentation und ein schönes Essen auf uns wartete.
    PokerNews tat wirklich alles, um es uns nicht langweilig werden zu lassen. Besonderer Dank an Tricia und Andrew ! Nach der Rückkehr blieb aber nicht allzuviel Zeit, denn ein kleines Highlight wartete abends auf uns, nämlich die Welcome-Party im Crown Entertainment Complex. In einem abgesperrten VIP-Bereich versammelten sich geschätzte 120 Personen und bei appetitlichen Fingerfood und ausreichend Flüssignahrung erlebten wir einen netten Abend Beeer. Natürlich war die Anwesenheit von Tony G für viele ein Highlight und so kam auch ich, Arm in Arm mit ihm, zu meinem verdienten Foto. Ein Kamerainterview durfte ich nebenbei erwähnt auch noch geben. An diesem Abend lernte ich auch Damon Rasheed kennen, gewissermaßen der operative Chef und Mit-Eigentümer von PokerNews. Ein toller Kerl, nett und wirklich supersympathisch. Was ich nicht wußte war, dass er nahezu den ganzen Tag 1 des Main-Events mein Gegner sein sollte.Bigsmile Es müßte kurz vor Mitternacht gewesen sein, als wir uns alle wieder in unserem Wohnzimmer trafen und die elektronischen Pokertische belagerten und eine Menge Spaß miteinander hatten.

    Den Folgetag verpasste ich leider, da sich mein Körper wohl das Schlafdefizit ausgleichen wollte und ich pünktlich zum Treffpunkt der Bootstour auf dem Yarra-River wach wurde.Weeping Nun ja, es gab ja noch Pferderennen im TV und ein bißchen Abhängen schadete auch nicht. Thumb Up Am Abend folgte wieder das Standardprogramm, wobei auch einmal das restliche Casino unsicher gemacht wurde. Jetlag oder Müdigkeit kam offengesagt nie groß vor, da man im Grunde 24 Std. im künstlichen Licht unterwegs war und offengesagt kein Zeitgefühl mehr besaß.

    Nun folgte der große Tag 1 des Main-Events und die große Frage, wer sich an deinem Tisch einfinden würde. Ist es Joe Hachem, Mark Voss, Mel Judah, Lee Nelson, Jeff Lisandro, oder gar Tony G ? Nun ja, eine Person habe ich eben schon erwähnt und dazu gesellte sich die Lokalgröße Peter Pratis ( Aussie Million 2008 Event 1 Dritter ! ) und für kurze Zeit auch Johnny Vincent. Ansonsten hatte ich das Vergnügen mit einigen Onlinequalifikanten den Tag 1 zu starten.

    20000 Chips und 60 Minuten-Level versprachen gutes Poker. 10 Level waren angesetzt und ein langer Tag stand uns bevor. Schnell hatte ich mit drei gespielten Händen 5000 Chips aufgepackt und es schien gut loszugehen.
    Leider lief mein Double-pair in ein Set 7 und ich verlor gut die Hälfte meines Stacks. Oh Weh dachte ich, gerade mal im 2. Level und schon Ende ? Also auf Tight-Modus geschaltet und baute meinen Stack wieder Richtung 22000 auf. Im 5. Level halte ich {A-Hearts}{Q-Spades} gegen {K-Clubs}{Q-Hearts} und checke UTG einen Flop {5-Clubs}{{9-Spades} {Q-Diamonds} und höre ein Bet welches ich Raise. Ein Call lässt jetzt auf viel Action schließen. Den Turn {J-Spades} checke ich wiederholt und ein hohes Bet läßt mich innehalten. Nach kurzer Überlegung schiebe ich alles an Chips in die Mitte und schaue in große Augen des Gegners. Dieser callt nach gut zwei Minuten und der River zeigt keine Hilfe für ihn und er muß gehen. Nettes Double Up für mich, welches ich in der Spitze auf fast 60000 ausbauen kann. ( Average ca. 35000 ) Doch leider werden die Hände zum Ende des Tages so bescheiden, dass ich kaum noch zum spielen komme und daher vorziehe lieber unter Average in Tag 2 zu starten, als durch unüberlegte Moves ganz auszuscheiden. Somit beende ich den Tag 1 mit 35500 Chips und muß an Tag 2 nun angreifen. Zuerst überwiegt aber die Freude, unter den letzten 118 Spielern weilen zu dürfen die Tag 2 erreichen. Mit einigen meiner internationalen Freunde geht es dann zunächst noch bis 3:30 Uhr in der Früh in die Sportsbar und trinken noch ein paar Bierchen zusammen.
    Nach einer kurzen Nacht begebe ich mich kurz vor Turnierbeginn ins Casino und hoffe auf ein schnelles Double Up und ein wenig Kartenglück. Gut 30 Big Blinds lassen aber nicht allzuviel Spielraum, da die Antes brutal am Chipstack zehren. Entgegen dem Tag 1 entscheide ich mich diesmal für die völlige Vermummung und und entgegen meiner Redseligkeit des Tag 1 werde ich mich stumm und starr, um mich unter meiner Basecap und dunklen Sonnenbrille zu verschanzen. Um es kurz zu machen, ich werde in den ersten beiden Levels sieben mal All in gehen, um leider nicht ein einziges mal gecallt zu werden. Schade, ich hatte überwiegend wirklich gute Starthände. Als ich mit knapp zehn Big Blinds Cut Off {A-Hearts}{J-Spades} sehe, schiebe ich erneut alles in die Tischmitte, doch der Bigstack, gerade einmal drei Hände am Tisch, callt im Big Blind mit {A-Spades}{Q-Diamonds} und das Board bringt keine Hilfe für mich. Der River hatte mir zwar noch einen Flushdraw eröffnet, aber das Turnier sollte somit beendet sein. Natürlich schade, da es zum Geld nicht mehr allzu weit war. So ging es erst einmal zum Hotelzimmer zurück und anschließend zum Internetpoint, wo ich meinen daheimgebliebenen Freunde, über das Geschehene in Kenntnis setzte. Nachdem sich die erste Entäuschung gelegt hatte, machte ich mich wieder auf, um mit dem Rest unseren holländischen Freund Willem anzufeuern, der als Smallstack einen fantastischen Überlebenskampf ablieferte und es wahrhaftig, knapp aber verdient, ins Preisgeld schaffte. SUPER ! Andrew und Tricia organisierten für uns alle im Crown-Entertainment Complex eine schöne Bowlingsession und gut zwanzig von uns hatten eine Menge Spaß. Zwischenzeitig kam auch Willem auf die Bowlingbahn und er wurde mit vielen Glückwünschen, Schulterklopfen und Händeschütteln empfangen. Die anschließende Nacht wurde dann auch wieder sehr lang. Genauergesagt um 10:45 Uhr saß ich mit meinem in London lebenden Italiener Ben und dem Kanadier Ken im MARGO'S und frühstückten. Wie gesagt, mein Zeitgefühl war während des Aufenthaltes gänzlich ausgeschaltet. Anschließnd ging es ins Hotel zurück und legte mich ins Bett, um aber pünktlich zum Final Table zurück im Casino zu sein. Langsam machte sich ein wenig Wehmut breit, es sollte nun der letzte Abend anbrechen und teilweise verabschiedeten sich auch schon die Ersten von unserer großen PokerNews-Familie, da ihre Flieger am Abend starteten. "Wenn Du in Irland bist melde dich."; "Komm doch mal nach Neuseeland, ich würde mich riesig freuen." Wann bist Du mal in London?" usw. Es war eine wahnsinnige Erfahrung, nicht nur des Pokerspiels wegen. Diese Internationalität und Stimmung untereinander war " amazing" ! Wie gut, dass ich während der Bowlingsession alle Emailadressen habe aufschreiben lassen. Somit stehen viele von uns heute noch regelmäßig in Kontakt miteinander. Nach einem gut zweistündigen Ausflug ins Melbourner Nachtleben, kam ich mit Ben wieder zurück ins Casino, wo immer noch vier Spieler um den Titel kämpften. Die letzten fünf Spieler und deren Hände kann man hier noch einmal sehen:

    5.Platz

    http://www.youtube.com/watch?v=rBwI1gezHfs&fea ture=related

    4.Platz

    http://www.youtube.com/watch?v=luO0shfOlzQ&fea ture=related

    3.Platz

    http://www.youtube.com/watch?v=Yp3iRqo7o7M&fea ture=related

    Heads Up

    http://www.youtube.com/watch?v=SHJa995lnCo&NR= 1

    Interview Dory Zayner

    http://www.youtube.com/watch?v=BCTfBvT3AXE&fea ture=related

    Am nächsten Morgen war dann Kofferpacken angesagt und ein letzter Besuch im Pokerroom wollte ich mir nicht entgehenlassen WeepingBye. Eifrig waren dort bereits die Aufräumarbeiten im Gange und nichts war mehr wie die Tage zuvor. Alltag machte sich breit und ein 100 $ Freeze Out - Turnier war am Vormittag natürlich wieder ausverkauft. Big eyes Ein letzter Blick und ein kurzes Selbstgespräch: " Hier mußt Du wieder hin!" und es ging ein letztes Mal die Rolltreppe hoch ins Casino, vorbei an der vertrauten Sportsbar, dem überdimensionalen Buchmacherbereich, dem MARGO's und den unzähligen Glücksspieltischen- und Automaten. Ein letztes Mal die Rolltreppe hinauf zum Hotel. Am frühen Nachmittag traf man sich dann in der Hotelllobby und es wurden die letzten gemeinsamen Fotos gemacht. Glücklicherweise konnte ich den Heimflug bis London gemeinsam mit einigen anderen antreten, so dass es mir beim Stop in Singapur und während des Fluges nie langweilig wurde.
    In London war dann auch die letzte Verabschiedung angesagt, da nun Italien, Schweden und Frankreich die Ziele meiner Mitflieger war. Morgens um 9:30 uhr hatte ich wieder deutschen Boden unter den Füßen und eine supertolle Reise mit vielen bleibende Eindrücke und Freundschaften hinter mir. Das ich dann sogar noch in einem großen Bericht eines anderen bekannten Pokerportals, gemeinsam mit Joe Hachem in einem großen Bericht und mit Foto positiv erwähnt wurde, machte dann die Sache natürlich absolut rund. Australia, I'll be back soon !Heart

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  • PokerNews Cup 2007 - "Trouble-Trip" to Australia

    Νοέμβριος 01, 2007

    Es ist Sonntag, der 21.10.2007, ca. 3 Uhr früh. Nach nur gut 2,5 Std. mehr oder weniger guten Schlaf stehe ich auf und die Expedition PokerNews Cup 2007 beginnt. Gegen 3:45 Uhr verlasse ich mein Zuhause und fahre Richtung Düsseldorf Airport. Meine erste Flugetappe soll mich mit British Airways nach London-Heathrow bringen, wo ich mich schon freue, meinen deutschen Mitgewinnerkollegen CarlosMuc zu treffen. Um kurz nach Sieben heben wir mit Ziel London ab. Nach einer guten halben Stunde überkommt mich jedoch ein komisches Gefühl, es stimmt irgendetwas nicht im Flieger. Mag sein, dass es eine besondere Gabe der Intuition war, die mich kurze Zeit später bestätigte. Kurz darauf gab der Pilot eine Durchsage durch, dass seine Boardcrew " immediately" zu ihm komme solle. Mit einer für mich kontrollierten Anspannung sorgte die Bordcrew für das Aufräumen und Klarmachen der Passagierzone. Ich hatte den Eindruck, dass viele der Passagiere immer noch nicht spürten, dass hier etwas nicht
    stimmt. Spätestens als der Druck auf den Ohren zunahm, der den bisher gekannten Ohrendruck überstieg, sollte dochjedem etwas aufgefallen sein. Das Flugzeug verlor deutlich an Höhe, was auch wohl gewünscht war. Kurze Zeit später befanden wir uns auch unter der Wolkendecke, so dass wir den Boden sehen konnten. Es schien wohl einen Sichtflug zu geben. Der Pilot gab per Ansage durch, dass wir in Brüssel landen müßten, da es Probleme gäbe. Genauere Ansage = Fehlanzeige ! In Brüssel erwarteten uns dann besondere Umstände, denn im Anflug konnten man erkennen, dass seitlich der Landebahn die Feuerwehr, Ambulanz und die Polizei mit Blaulicht für eine Notlandung bereitstand und das Flugzeug wie im besten Kinofilm eskortierte. Glücklicherweise ging alles soweit gut. Hintergrund waren wohl eine zersplitterte Cockpitscheibe und / oder ausgefallene Bordinstrumente.
    Nachdem diese kleine Überraschung glimpflich abging, war mein erstes Augenmerk natürlich der Weiterflug, da mein Connection Flight in London sicherlich nicht warten würde und mein Flugpartner CarlosMuc von alldem nichts wußte. So sendete ich ich erstmal eine SMS, in der Hoffnung sie kann ihn auch erreichen. Im Terminal angekommen, warteten bereits gut 150 Passagiere am British Airways - Schalter. Eine ganze Person und eine Aushilfe standen dort bereit, Chaos pur. Passagiere mit Weiterflug nach Übersee schienen scheinbar keine Priorität zu genießen und es wurde Person für Person abgearbeitet. Erst als eine weitere BA - Dame laut nach Connection Flights für Australien nachfragte, sah ich Hoffnung doch noch pünktlich nach London zu kommen. So kam eine Dame und Ich in den Genuß in eine kleine Airline umgebucht zu werden, was die neidischen Blicke vieler Mitreisenden nach sich zog. Mir war es in diesem Moment relativ egal. Mein Gepäck wurde neu aufgegeben und es sollte auch ohne Probleme in Melbourne auf mich warten. Nach weiteren SMS - Nachrichten mit CarlosMuc konnten wir nach Ankunft in London-Heathrow und mitunter extremen Kontrollen, nach vielen Telefonaten und Mails vorab, uns erstmalig persönlich begrüßen. Nun sollte doch einer unbeschwerten Weiterreise nichts mehr im Wege stehen. Mit gut 40 Minuten Verspätung hob dann unser gemeinsamer Qantas-Flug Richtung Hong Kong ab. Im Flieger lernten wir dann noch zwei Holländer kennen, die ebenfalls Freeroll-Winner waren und ihr Ticket bei Tony G und Wingows Poker gewinnen konnten. Über die Baltische See und Asien kamen wir mit Verspätung in Hong Kong an und durften für gut 1,5 Std. die Maschine verlassen. Im Terminal angekommen, bekam ich unmißverständlich einen Hinweis, doch meine Poker-Basecap vom Kopf abzunehmen. Andere Länder, andere Sitten.  Happy Nach weiteren langen Flugstunden näherten wir uns dann dem nördlichen Australien, um die letzten gut 4800 km nach Melbourne zu fliegen. An guten und langen Schlaf war während der Reise nicht allzu viel zu denken, daher sehnte man sich danach langsam das Ziel zu erreichen. So war die Erleichterung mir und CarlosMuc anzumerken, als man die Landung in Melbourne ankündigte. Als ich das Fahrwerk ausfahren hörte bemekte ich jedoch auch den dichten Nebel außerhalb und sagte scherzhaft, dass ich mich bei meinem Pech nicht wundern würde, wenn nun auch was schief ginge. Na, es kam auch so, denn kurz vor Bodenkontakt startete der Pilot durch. To foggy ! Die 4,5 Mio-Metropole Melbourne verfügt an ihrem Airport nicht über die notwendige Technik ein Flugzeug bei Nebel landen zu lassen, unglaublich. So ging der Flug gut 680 km weiter nach Sydney, da die Maschine nicht mehr genug Cherosin hatte, um gegebenenfalls eine Zeit lang über Melbourne zu kreisen. In Sydney gelandet waren zunächst einmal alle Toiletten gesperrt, was neben der mangelhaften Informationspolitik an Board, doch für einigen Frust unter den Passagieren sorgte. CarlosMuc nutzte sofort die Chance unser Hotel anzurufen, um unsere Verspätung anzumelden, bevor wir womöglich noch ohne ein Zimmer dastehen. Nach gut 2 Std. ungeklärter Situation flogen wir doch wieder zurück nach Melbourne und sollten doch endlich am Zielflughafen landen, welch eine Erleichterung.
    Aus der Maschine heraus ging es dann zunächst durch die Passkontrolle und dann zur Gepäckausgabe.
    Bevor dieses jedoch auf das Band kam, vergingen nochmals unsägliche 25 Minuten. CarlosMuc hatte seinen Koffer bereits in der Hand, als mich wieder mein Pechgefühl begleitete und kurz darauf mein Name ausgerufen und ich zur Baggage-Office gebeten wurde. Eine Qantas-Dame empfing mich mit einem freundlichen "How are you?", als wenn alles eitel Sonnenschein wäre. Ein gezwungenes Lächeln zwang mir ein "fine" heraus, um anschließend aber sehr deutlich und ernst zu fragen: " Where is my luggage?" Kurz um, mein Koffer war nicht mitgereist, aber es sollte mir am nächsten Abend ins Hotel gebracht werden. Meine Verärgerung versuchte die Dame mit einem Notpaket, in Form eines Kulturbeutels mit Inhalt Zahnbürste, Paste, Deoroller, sowie einer Qantas-Unterhose und T-Shirt zu stoppen. Als ich ihr deutlich machte, dass ich seit gut 36 Std. auf dem Wege bin und langsam rieche wie ein Cowboy, am nächsten Tag im Crown-Casino ein Poker-Turnier habe und verdammt nochmal meinen Koffer benötige, drückte sie mir noch einen Gutschein über 100 AU$ in die Hand, mit dem ich im Terminal etwas kaufen gehen könne. Sollte der Shop geschlossen haben, dies war übrigens der Fall, dann hätte ich aber Glück, denn unmittelbar bei unserem Hotel wäre ebenfalls ein Shop, den ich dann nutzen könne. Frustriert der Dinge die geschahen, passierte ich zwei weitere Einreisekontrollen und dann das Flughafengebäude. Im Taxi ging es dann endlich Richtung Hotel unweit des Crown- Casinos. Das Hotel war klein aber fein und ich war ebenso wie CarlosMuc froh, endlich ein Bett zu sehen. Nach einer nächtlichen Pizza und einer Flasche Bier ging es für mich dann nach gut 40 Std. in die Horizontale.
    Am Morgen war ich aber bereits nach wenigen Stunden wach, um schnellstmöglich diesen besagten Shop zu finden. Als ich das Serviceprospekt aufschlug stellte ich allerdings fest, dass ich seitens Qantas gar keine Adresse im Prospekt bekam und dadurch diese Einkaufsmöglichkeit erledigt hatte. Diverse Anrufe aus dem Hotel folgten, jedoch frustrierend, da entweder niemand erreichbar, nicht zuständig oder wegen falscher Nummer zu verbinden war. So nervten wir mehrmals einen unbeteiligten Herrn, der uns mehrfach mitteilte, nichts mit Quantas am Hut zu haben. ;-) Nun gut, am Abend sollte hoffentlich die gewünschte Anlieferung des Koffers erfolgen, so zog ich meine durchgewaschenen Socken, sowie das Qantas-T-Shirt an und machte mich auf, um uns im Casino und dem PokerNews Office zu registrieren. Dort wurde uns unser Sponsorenoutfit übergeben, so dass ich wenigstens genügend T-Shirts und eine Trainingsjacke zum Anziehen hatte. Glücklicherweise gab es keinen strengen Dresscode seitens des Casinos, so dass mein erster Auftritt während des 230 $ NL Texas Holdem Events gesichert war. Als ich dieses Event dann gespielt war, hatte ich natürlich nichts anderes im Sinn, als ins Hotel zu gehen und zu prüfen, inwieweit die Anlieferung erfolgt war. Leider währte meine Vorfreude nur kurz, als mir die Reception mitteilte, es wäre kein Koffer angekommen. Folglich war die Frustgrenze erreicht und im Hotelzimmer machte ich dann den Versuch über Qantas meinen Koffer zu bekommen. Wieder unendliche Versuche mit Vertröstungen und Schuldzuweisungen auf eine externen Dienstleister. Endlich hatte ich einen Herrn am Apparat, der sich wunderte wieso ich nachts anrief. Zum x-ten male erzählte ich mein Problem. Nachdem er seine Hilfe anbot und um Geduld bat, denn er musste schließlich seine Schuhe erst einmal anziehen, machte er sich auf den Weg, um irgendwo in den Tiefen des Airport Melbourne oder sonstwo nach meinem Koffer Auschau zu halten. Man hörte Stimmen, Türeknallen usw. und dann endlich wieder seine Stimme die da sagte, dass wohl einige Koffer angekommen sein. Wie mein koffer aussähe wolle er wissen und nachdem er ein unverkennbares Zeichen mitgeteilt und meinen Koffer identifiziert hatte, teilte er mir diese positive Nachricht mit.
    Sichtlich erfreut, dass er mich überglücklich machte, wollte er auch umgehend ein Taxi mit dem Transport meines Koffers beordern. Es war zwar keine halbe Stunde wie versprochen geworden, sondern geschlagene 2 Stunden, aber das war dann gar nicht mehr so wichtig. Im Hotel angeliefert, rief ich dem Taxifahrer zur Belustigung des Hotelpersonals zu, er sei nun der "Hero of the Night" für mich, doch dachte dieser wohl eher, ich sei ein durchgeknallter Tourist. ;-) Den Koffer in Empfang genommen ging ich sofort ins Zimmer, duschte mich und zog mir meine heißersehnten frischen Klamotten an und ließ mich trotz der nächtlichen Zeit ins Casino fahren und feierte mit ein paar Bier diesen große Glücksgefühl !!!

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  • PokerNews Cup 2007

    Οκτώβρης 19, 2007

    18. August 2007, ich komme kurz vor 20 Uhr nach Hause. Irgendwie fragte mich mein Unterbewußtsein, ob ich bei einem der vielen Anbietern zum Turnier angemeldet bin. Mehr oder weniger pünktlich rufe ich EVEREST POKER auf und sehe, dass dort ein Freeroll ansteht. Der Preis, ein 5000$ Package für den PokerNews Cup 2007 in Australien.
    Offen gesagt, es war mir alles andere danach, als nun stundenlang am Computer zu verharren.

    Das Turnier beginnt, jeder der 131 Spieler hat 1000 Startchips. Nach gut 1 1/4 Stunden hatte sich mein Chipstack etwas mehr als verdoppelt und mein erstes All in konnte ich positiv verbuchen. Somit war mir mit gut 30-fachen des Big Blinds etwas Luft gegeben, um nicht jede halbwegs gute Hand spielen zu müssen. Dieses wurde
    mit dem stetigen Wachsen des Chipstacks belohnt und der Final Table war erreicht. Ein gewagter Move in erster Position wird gekontert und ich folde, verliere dabei aber gut ein Drittel meiner Chips. Danach schenkt mir die Rivercard eine mehr als glückliche Verdoppelung und ich kann einen Mitspieler eleminieren, so dass noch drei Spieler am Tisch sitzen.

    Die nächste Hand bringt mir kleines Pocket-Pair im Big Blind (300/600) und nachdem der Button auf 4-fachen BB geraist hat entscheide ich mich für ein All in. Das 6er-Pocket hält und wenige Hände später eleminiere ich diesen short stacked Gegner und bin im Heads-Up.

    {6-Clubs}{6-Spades} gegen {J-Diamonds}{A-Spades}
    Flop {2-Hearts}{7-Hearts}{Q-Diamonds}
    Turn {6-Diamonds}
    River {8-Diamonds}

    Die 171. Hand bringt das vermeintliche Aus für mich.

    Bei Blinds 400/800 Ante 100 erhöhe ich vom Small Blind aus, der Gegner raised 13-fachen Big Blind und mein Re-Raise All in. Der Gegner zeigt Pocket Queens die zum Set werden und ich bin short stacked 5400 gegen 52000 Chips.

    {A-Hearts}{6-Clubs} und {Q-Hearts}{Q-Diamonds}
    Flop {9-Hearts}{7-Spades}{Q-Clubs}
    Turn {2-Clubs}
    River {7-Hearts}

    Mit dem notwendigen Glück gewinne ich zwei All in in Folge und doppele wieder auf und erreiche sogar wieder den Chiplead. Die alles entscheidende 204. Hand lief wie folgt:

    Gegner im Small Blind raised und meinerseits erfolgt das Re-raise All in was gecallt wird.

    {A-Hearts}{4-Hearts} gegen {A-Diamonds}{7-Clubs}
    Flop {9-Clubs}{2-Hearts}{9-Hearts}
    Turn {8-Hearts}
    River {9-Diamonds}

    Sicherlich war mir das Glück öfters zur Seite, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt !

    Der PokerNews Cup 2007 wird mein erstes großes Live-Turnier !

    Danke den Duisburger / Oberhausender Pokerfreaks David, Nils, Dag und Andy , die daumendrückend am eigenen PC die Entscheidung verfolgten und sich für mich freuten ! Guys, wenn ich cashen sollte wird eine fette Party gemacht ! Cheers

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